Hallo & herzlich Willkommen in Neuweilnau!

Herbstmarkt in den Höfen 2022

Ein neues Spektakel lockt auf den Neuweilnauer Schlosshügel – mit mehr als 20 Ausstellern und buntem Sortiment und Programm. Parallel präsentiert sich der „Tag des offenen Denkmals“ sowie die Künstlergruppe Artelino auf dem Schloss

Neuweilnau mag zwar eines der kleinsten Dörfer im Taunus sein, im Feiern aber ist es zuweilen ganz groß. Just hat die Dorfgemeinschaft etwas Neues ausgetüftelt, um Gäste auch von außerhalb anzulocken: einen Herbstmarkt. Entlang der Straße hinauf zum Schloss verwandeln sich am 11. September die Höfe, Plätze und Wiesen in ein buntes Treiben mit allerlei Angeboten und Programm. Es ist auch so etwas wie ein Neustart nach zweieinhalb Jahren Corona-Pandemie, der nahezu sämtliche Feste und Veranstaltungen zum Opfer gefallen sind – ob sie nun komplett gestrichen oder lediglich eingeschränkt wurden.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Schloss zum Beispiel ist zwei Jahre in Folge ausgefallen. Und leider ist das Virus weiterhin unterwegs und niemand weiß, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird. „Daher musste der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ein drittes Mal abgesagt werden“, bedauert nicht nur Sylvia John. Sie gehört zum Organisationsteam der Dorfgemeinschaft, die seit einigen Jahren gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr den über die Grenzen Weilrods bekannten Weihnachtmarkt sowie diverse ortsinterne Festivitäten stemmt.

Der Herbstmarkt soll aber mehr als nur ein Ersatz sein. „Er ist ein Startpunkt für weitere Aktivitäten des Dorfes“, sagt Martin Brück. „Neuweilnau hat viele schöne Höfe.“ Die Besitzerinnen und Besitzer derselben hätten sofort zugesagt, die Sache zu unterstützen und ihre Grundstücke zur Verfügung zu stellen. „Es ist eine tolle Idee, mal etwas Neues auszuprobieren.“ Dabei ist die Idee, in Neuweilnau einen Herbstmarkt zu veranstalten, gar nicht so neu, Sylvia John hatte sie bereits einige Jahre vor Corona eingebracht. „Und jetzt machen wir es endlich“, sagt Ortsvorsteher Volker Seel.

Mehr als 20 Aussteller werden am zweiten Septembersonntag von 10 bis 18 Uhr ihre Waren und Produkte auf dem Weg zum Schloss und an der Kirche anbieten. Das Sortiment umfasst Holz- und Drechselarbeiten, Ton und Keramik, Blumengestecke, Deko, Schmuck, Kerzen, Seifen, Bücher, Hundezubehör, Gehäkeltes, Gestricktes und Genähtes. Es gibt Obst und Gemüse, Kräuter und Öle, Marmelade, Honig und Käse. An einem Stand werden Crêpes gebacken, an einem anderen wird Eis verkauft. Die Freiwillige Feuerwehr sorgt am Dorfgemeinschaftshaus für weitere Speisen sowie für Getränke. Dazu erklingt Live-Musik in einem der Höfe.    

Und wer nach alldem noch Lust auf Kunst und Kultur hat, kann weiter bis nach oben zum Schloss schlendern. Dieses öffnet traditionell am „Tag des offenen Denkmals“, der heuer auf den 11. September fällt, seine Pforten für Publikum. Bereits zum 19. Mal beteiligt sich Hessen Forst mit dem im Schloss ansässigen Forstamt Weilrod am Denkmalstag und lädt von 13 bis 16 Uhr Besucherinnen und Besucher ein, das ehrwürdige Gebäude zu erkunden. Unter dem Motto „KulturSpur: ein Fall für den Denkmalschutz“ erzählen Sabine Preußer vom Kultur- und Förderkreis Burg Altweilnau sowie Bhavana Kaiser von Hessen Forst in stündlichen Führungen Interessantes und Kurioses aus der Schlossgeschichte. Der Eintritt ist frei, fürs leibliche Wohl wird Kaffee und selbstgebackener Kuchen kredenzt.  

Darüber hinaus präsentiert sich die Künstlergruppe Artelino im Kontext des Festprogramms „50 Jahre Weilrod“ an diesem Tag im Schloss. Im Torhaus und bei gutem Wetter im Hof sowie im „Garten der Versuchung“, den Artelino betreut, werden Bilder und Kunstwerke in verschiedenen Techniken sowie Objekte aus Stein, Ton und Pappmaché ausgestellt. Um 11 Uhr erwartet die Gäste ein Sektempfang.

Herbstmarkt, „Tag des offenen Denkmals“ und Kunstausstellung: Drei Veranstaltungen an einem Tag auf dem Neuweilnauer Schlosshügel lassen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen erwarten. Da in der Schloßstraße sowie in den Seitengassen gar keine und am Schloss selbst nur sehr begrenzte Parkmöglichkeiten bestehen, werden Gäste gebeten, ihre Autos vorher im Dorf entlang der Parkstraße abzustellen oder die Parkplätze am Minigolfplatz zu nutzen. Das pittoreske Dorfbild und die Attraktionen in den Höfen entschädigen allemal für den Fußweg bergan.

Von hintertaunus – privat, Gemeinfrei, Link